Trainingsweekend 2010

 

 

Bericht von Ilka Sander:

 

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Als 18 SKLerInnen auszogen das Morden zu lernen…

Schon lange hatten sie diesen Plan geschmiedet. Die SKLerInnen wollten es in diesem Frühjahr über das Pfingstwochenende wissen. Sie begaben sich in das Trainingslager nach Frutigen um ihre Körper in Form zu bringen und um ihren Geist fit für einen Mord zu machen.

Freitag, 21.05.2010

18 mordslustige jüngere und ältere Sportwillige trafen sich um 18.00 Uhr auf dem Amtshausparkplatz in Laufen, um sich auf die Reise zum Haupttatort nach Frutigen zu machen, wo ein dreitägiges ausserordentliches Trainingslager stattfinden soll.

 Samstag, 22.05.2010

Ein guter Sportler ist in der Tat immer Frühaufsteher, ein guter Mörder auch. So geschah es, dass der Wecker um 7.00 Uhr klingelte und 18 mordslustige Sportwillige sich nach einem zünftigen Frühstück auf dem Weg zur Schwimmhalle machten, wo um 8.00 Uhr das erste Training starten sollte.

Unter Anleitung von Trainer Günti lernten sie sich 2h fit und munter durchs Wasser zu schlagen ohne die Lust und Laune zu verlieren. (Trainingseinheiten von so einer Länge sind sie ja normalerweise nicht gewohnt). Leicht ko, aber trotzdem noch fit, starteten die 18 um 11.30 Uhr zur Wanderung ins Gasterntal, wo innerhalb der nächsten 6 Stunden gewandert, grilliert, gelacht, gegessen und auch die Tatwaffen, Täter und Tatorte genauer ausgetüfftelt wurden. Supertolles Wetter mit viel Sonnenschein und die Mitglieder der mordslustigen Truppe verhalfen zu guten Ideen, viel Kreativität und Spass! Ab jetzt war es also soweit. Alle waren mit Tatwaffe und Tatort ausgerüstet und sollten nun ihre Fähigkeiten als Mörder in den nächsten 2.5 Tagen unter Beweis stellen!

Auf dem Weg zurück nach Frutigen sollte es auch schon das erste Opfer geben. Rénald, unser Minibusfahrer wurde von Adrian mit einem Wanderschuh ermordet. Oje – den Fahrer hätten die anderen doch noch gebraucht…. Da waren es nur noch 17!

Im Laufe des Abends und auch während des  Abendprogrammes, welches Luisa und Selina so hervorragend gestalteten, ereigneten sich weitere heimtückische Morde. So wurden Monika mit einer Flosse im Mädchenzimmer von ??, Nicole  mit einer Schwimmbrille auf der Treppe von Petra, Petra mit einer Zahnbürste im Esssaal von Salomé, Marco mit einem Fotoapparat im Herrenzimmer von Ilka und Donovan mit einer Badekappe im Gang von ?? hinterlistig umgebracht. Nirgends war man mehr von den einstigen SchwimmerkollegInnen sicher!

 Sonntag, 23.05.2010

Auch am zweiten Tag hiess es früh aufstehen – gleiche Zeit, gleicher Ort! Das Schwimmbad wartete und Trainerin Ilka stand um 8.00 Uhr noch nicht ganz so fit und munter am Beckenrand, was sich jedoch schnell ändern sollte… Denn noch vor Beginn des Trainings geschah der nächste Mord: Günti erledigte Selina mit einem Minigolfschläger im Becken! Ilka konnte das endlose Morden kaum mit ansehen und beschloss die potentiellen MörderInnen während ihrer Trainingslektion zum Spieler umzupolen. Mit einem Pokerspiel als Versuchung gelang ihr dies nicht. Es zeigte sich, dass Mörder so oder so auch Spieler sind. Ilka hatte keine Chance und so ereignete sich in der Garderobe nach dem Training das nächste Übel – Fabienne wurde heimtückisch mit dem Natel in der Garderobe von ?? ermordet! Und auch Ilka musste dran glauben – Michela erschlug sie mit einem Brettli in der Dusche (nachdem sie sich nochmal fragenderweise versichert hatte, wer Ilka überhaupt ist!)

Danach hatten sich die 18 (auch bereits „Ermordeten“ eine zünftige Pause bis zum Mittag verdient. Doch nicht mal in den Pausen war man sicher! So wurde Andrea von dem Mörderkomplott Günti und Selina in Güntis Auto verschleppt und dort gewalttätig mit einer Adilette erschlagen!

Am Nachmittag konnten die 18 sich einer Videoanalyse über ihre Schwimmtechnik unterziehen und zeigen, was sie im Minigolfen drauf hatten. Doch sogar im Theorieraum war man nicht mehr sicher – Günti erwischte es. Er wurde von Housi mit einem Pommes Chip erschlagen. Auch in der Minigolfanlage, wo es nur so von Menschen wimmelte, ereignete sich ein besonders spektakulärer Mord: Michela wurde von Luisa mit einem Deo erstochen!

Bevor die 18 am Abend ihre Schuldgefühle im Wein ertranken und versuchten mit heiteren Gesprächen und Spielen abzulenken, durften wir bei Petra eine Stunde voller Aquapower geniessen. Seitenlage, Poolnoodle, Schweizer Kreuz, Zirtaki, Flamengo und andere Tanzeinlagen und Übungen liessen uns diese dunkle Welt fast vergessen.

Mittlerweile gab es nur noch einen Täter und ein Opfer sowie drei Personen, die sich hätten selbst umbringen müssen.

Montag, 24.05.2010

Letzer Tag – und täglich grüsst das Murmeltier – 7.00 Uhr Wecker, 7.15 Uhr Frühstück, 8.00 Uhr Schwimmbad. Eine zweistündige Lektion unter Trainerin Andrea wartete auf die 18 Unermüdlichen. Sie lehrte ihnen an den Feinheiten der Technik der 4 Lagen zu feilen, zu sprinten während 500m und sich in Ausdauer zu üben! Während dieser zwei Stunden ereignete sich der letzte Mord. Rebecca erschlug Adrian nach dem dritten Anlauf mit einem Paddle auf dem Pissoir. Dieser Mord war ein besonders schwieriger Fall und war als letzte Tat ein wahres Meisterstück und guter Abschluss für so ein Wochenende!

Nach ein paar letzten Unterwasserschnappschüssen in einem tollen Schwimmbad hiess es langsam Abschied nehmen und Koffer packen. Denn auch ein Trainingsmörderweekend geht leider mal zu Ende!

Nach der Henkersmahlzeit am Mittag fuhren die TeilnehmerInnen noch zu einem letzten gemeinsamen sportlichen Zusammensein in die Turnhalle, wo sie ganz entspannt (da ja kein weiterer Mord geschehen sollte) dem kräfteraubenden Parcours, Kreation von Andrea, zweimal standhielten. Ausserdem wurden die Minitore beim Fussball stark beschossen und der Basketball wie wild durch die Halle gedribbelt und geworfen. Es fielen über 40 Körbe!

Ausgepowert, aber glücklich fuhren 18 mordslustige Sportwillige um 15.30 Uhr in Frutigen ab gen Heimat! Im Gepäck hatten sie jede Menge Spass, viel Trainingseinheiten, das Wissen wie es ist Täter und Opfer gleichzeitig zu sein und ein unvergessliches Wochenende überhaupt!

Und wenn sie nicht gestorben sind, so leben zumindest drei von ihnen (Housi, Luisa, Rebecca) noch heute! 

Dieses Trainingsweekend ist unbedingt zur Nachahmung empfohlen!!!

 

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